Wasserski-Ass Toralph Schipner trotz Handicaps gut drauf

Bericht Thomas Köhler

Feldberg (kö). Mit einem kompletten Medaillensatz ist Toralph Schipner von den Europameisterschaften der Senioren im Wasserski aus Halle/Saale zurückgekehrt. Der einzige Starter des WSC Luzin Feldberg sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Titel im Springen und Bronze in der Kombination. Hinzu kam erstmals die Silbermedaille im Trickski.

Der 39-Jährige gewann das Springen mit der Weite von 54,10 Metern vor Lokalmatador Heiko Gummelt (52,30), dem Briten Chris Singleton (49,00) und dem zweiten Hallenser Frank Reinhardt (45,00). "Ich hätte mir einen besseren Sprung gewünscht. Maßstab ist für mich meine persönliche Bestleistung von 61,20 Metern", meinte der erfolgreiche Titelverteidiger, der allerdings gleich zwei Handicaps tragen musste. Zum einen konnte er wegen der Jugend-EM auf dem heimischen Amtswerder Anfang August drei Wochen lang nur auf Sparflamme trainieren. Zum anderen stürzte Schipner beim Sprungtraining in Halle derart schwer, dass er im Wettkampf von starken Rückenschmerzen und Prellungen geplagt wurde.

"Das wenige Training durch die Europameisterschaften zu Hause - das war dann das Ergebnis", klagte er. Umso beachtlicher fiel seine Leistung im Trickski aus, wo er sich mit 3400 Punkten einzig Andreas Bothe aus Caputh (3690) geschlagen geben musste und den Dritten Deutschen, Chris Tegmeier (Kloster/2630), auf Rang drei verwies. Das Finale im Slalom verfehlte der Feldberger wie in den Jahren zuvor. Trotzdem reichte es am Ende zu Bronze in der Kombination mit 1829 Punkten hinter dem Sieger Andreas Bothe (1857) und dem Schweden Magnus Jonsson (1841).

Insgesamt gewannen die deutschen Athleten zehn Europameistertitel und holten sich damit auch die Goldmedaille in der Teamwertung. Mit 8056 Punkten fiel der Sieg vor Großbritannien (7345) und Schweden (6723) recht deutlich aus.